Université d´Abomey-Calavi
Engagement in Benin?
Benin zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und liegt an der Grenze zu Togo im Westen von Afrika. Die beiden in Benin bestehenden Hochschulen sind unzureichend ausgestattet; gleichzeitig steigt die Studierendenenzahl kontinuierlich an. Haupteinnahmequelle des Landes ist die Landwirtschaft. Nur jeder fünfte Einwohner kann lesen und schreiben, was die gesellschaftliche Entwicklung hemmt.
Dazu unsere Projektpartnerin aus Benin: „Das sind die Fakten, die wir von diesem Land kennen. Dabei ist das Bild, welches wir von Afrika haben, von den Medien gemacht. Das Wenige was wir wissen, lässt jedoch nur einen verzerrten Blick auf die Menschen und ihr Leben dort zu – entweder ist es für uns ein wunderbar exotischer Ort oder eben der bitterarme Erdteil – dazwischen bleibt nicht viel.“ Marit Vissiennon (2007)

Projektpartnerin Marit Vissiennon mit ihren beninischen Studenten vor der Universität
Welches Projekt wird geplant?
Wir möchten mit dem Bau eines Seminar- und Veranstaltungsgebäudes die Kapazitäten der Université Abomey-Calavi erweitern und damit die Lehrsituation verbessern. Die Bildung wird dadurch direkt auf Hochschulebene als auch indirekt gefördert, da der Hauptteil der unterstützten Studierendenschaft auf Lehramt studiert. Durch die Förderung der Geisteswissenschaftlichen Fakultät möchten wir eine Reflexionskultur fördern. Fähige Politiker mit interkulturellen Kommunikationsfähigkeiten, gesellschaftskritische Autoren, Künstler und Hüter einheimischer Sprachen und Kulturen werden die Demokratie des Landes stärken. Zudem ist eine langfristig angestrebte Zusammenarbeit zwischen der Universität Leipzig und jener in Abomey-Calavi sowie die Ermöglichung eines interkulturellen Austausches zwischen Studierenden beider Länder geplant.
Um die Ziele zu erreichen, arbeiten wir eng mit der DAAD-Lektorin Marit Vissiennon und ihren Studenten aus Benin zusammen. Der persönliche Kontakt zu ihr stammt noch aus ihrer Zeit in Leipzig bevor sie 2009 samt ihrer Familie den Lebensmittelpunkt nach Benin verlagerte. In Leipzig setzte sie sich bereits ehrenamtlich für Grundschulbau in Benin ein und organisierte einen Kulturaustausch zwischen beninischen und deutschen Jugendlichen. Marit kennt durch ihre Erfahungen die Bedürfnisse der Studenten/innen aus Benin genau.

Entwurf des Architektenteams Lorenz Mickel aus Berlin
Marit V. hat ein Architekturbüro für das Bauvorhaben gewonnen. Dieses arbeitet ehrenamtlich aus purem Interesse an der Sache.
Unser Projekt findest Du auch bei Betterplace unter den empfohlenen Projekten.
Hast du Interesse an einer Projektmitarbeit oder möchtest eigene Erfahrungen in Benin an der Université d´Abomey-Calavi sammeln?
Corinna Charlotte Bliedtner und Lara Krause freuen sich über Dein Interesse und Fragen zum Projekt.









