Madamfo Ghana

Schulbau mit weitblick

Eine Kooperation von weitblick und Madamfo Ghana

Gemeinsam mit der Deutsch-Ghanaischen NGO „Madamfo Ghana e.V.“ und weitblick Duisburg-Essen plant weitblick Hannover den Bau einer Schule in einem Fischerdorf im Kpando-Distrikt (Volta Region, Ghana)

Kinderarbeit

Die Volta Region zählt zu den ärmsten Regionen Ghanas. Viele Familien befinden sich in einer solch prekären wirtschaftlichen Lage, dass sie gezwungen sind ihre Kinder für kleines Geld an Fischer zu verkaufen, welche diese fortan als günstige Arbeitskräfte einsetzen. Die Kinder erhalten somit zum Teil schon ab ihrem fünften Lebensjahr keine angemessene Schulbildung mehr, sondern sind gezwungenermaßen dazu angehalten bis du 14 Stunden Schwerstarbeit auf dem See zu verrichten.

Sowohl Kauf als auch Verkauf der Kinder sind direkte Auswirkungen der Armut, Unterversorgungen und schwacher Produktivität. Der Schulbau ist daher Teil eines umfassenden Aktionsplans unserer Partnerorganisation Madamfo-Ghana, der nicht nur den Kindern eine Zukunft geben, sondern auch den Kinderhandel in seinem Keim ersticken soll.

Aktionsplan gegen den Kinderhandel

Um dem Kinderhandel entgegenzuwirken hat unsere Partnerorganisation einen Aktionsplan entwickelt, welcher sich auf 4 Säulen stützt:

  1. Kinder
  2. Im ersten Schritt sollen die Sklavenkinder aus ihren unmenschlichen Situation befreit und fortan versorgt werden, bis ihre Eltern ausfindig gemacht werden.

  3. Fischer
  4. Durch eine umfassende Aufklärungs- und Fortbildungskampagne von Madamfo Ghana und weiteren Vertretern der ghanaischen Wohlfahrts- und Fischereiministerien, sowie weiteren traditionellen Autoritäten sollen die Fischer über ihr illegales Vorgehen belehrt werden und darüber hinaus über produktivere Arbeitsweisen aufgeklärt und informiert werden. Um die Produktion der Fischereien zu erhöhen, werden den Fischern im Sinne des Mico-Leasings sowohl Käfige für den Fischfang, sowie Jungfische zur Zucht bereitgestellt. Des Weiteren erhalten die Fischerboote Außenbootmotoren, welche es ihnen ermöglicht tiefer hinaus auf den See zu fahren. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Produktivität und den Ertrag der Fischer aus. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass seitens der Fischer keine Nachfrage mehr nach Kindern als günstige Arbeitskraft besteht.

  5. Eltern
  6. Neben den Fischern kümmert sich Madamfo Ghana auch um die Eltern der Kindersklaven. Über Selbsthilfeprojekte, wie Weben und Färben von Stoffen, Mikrokredite für die Bauern etc., soll ihre Situation soweit verbessert werden, dass sie in der Lage sind ihre Kinder selbst zu versorgen.

  7. Dorfgemeinschaft
  8. In den Dörfern soll durch den Bau von Toiletten, Brunnen, Dorfkliniken und Schulen die Grundversorgung nachhaltig gesichert werden.

Madamfo Ghana e.V.

Wir können uns bei der Planung und Umsetzung dieses umfangreichen Projekts auf die hervorragenden Orts- und Sachtkenntnisse von sowohl Madamfo Ghana, als auch unseren Partner von weitblick Duisburg-Essen verlassen, welche sich bereits selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht haben um das Projekt zu betreuen. Von großer Bedeutung ist die gute Zusammenarbeit mit den Vertretern der Regierung in der District Assembly, dem Wohlfahrts- und Fischerministerium, den traditionellen Autoritäten und natürlich der Dorfgemeinschaft.

Sämtliche Vorhaben sind nicht langfristig von weitblick oder Madamfo Ghana abhängig, da die Dorfgemeinschaft das Projekt selber umsetzt und die Regierung im Anschluss das Lehrpersonal stellt.

Wenn sie einige bewegte Bilder über die Kindersklaverei am Voltasee sehen wollen, können sie sich folgendes Video von Stern TV aus dem Jahr 2009 ansehen:

© Studenteninitiative Weitblick